Inflation

 

Zusammenhang zwischen GĂŒterangebot, Geldmenge und Preisen

FischerÂŽsche Formel:

G * U = H * P

G=Geldmenge

U=Umlaufgeschwindigkeit des Geldes

H=Handelsvolumen der im Handel befindlichen Waren

P=Ø Preisniveau der GĂŒter

 

Steigt die Geldmenge stÀrker als das Handelsvolumen, so steigen auch die Preise.

Um Preissteigerungen im Vergleich zum Vorjahr zu ermitteln, erstellt das statistische Bundesamt einen Warenkorb, der die wichtigsten KonsumgĂŒter enthĂ€lt, die ein durchschnittlicher Haushalt wĂ€hrend eines Jahres benötigt.

Durch den Vergleich zu den Vorjahreswerten wird der VPI (Verbraucherpreisindex) ermittelt.

VPI = Wert des Warenkorbes im Berechnungsjahr / Wert des Warenkorbes im Vorjahr

Die Kaufkraft der WĂ€hrung wird berechnet durch

Eine Inflation liegt dann vor, wenn eine dauerhafte,andauernde und spĂŒrbareErhöhung der GĂŒterpreise vorliegt. Die VerĂ€nderung wird durch die Inflations- bzw. Preissteigerungsrate angegeben.


Ursachen fĂŒr eine Inflation

1. Nachfrageinflation

Eine Nachfrageinflation wird durch eine ungewöhnlich hohe Nachfrage ausgelöst, die nicht direkt mit einem erhöhten GĂŒterangebot befriedigt werden kann. Durch die erhöhte Nachfrage werden die Preise angehoben und gleichzeitig steigt die Nachfrage nach ArbeitskrĂ€ften.

Dies löst Lohnerhöhungen und Preissteigerungen aus. Wiederum kommt es hier zu einer erhöhten Nachfrage.

 

2. Kostendruckinflation

Bei einer Steigerung der Produktionskosten kann es zu einem AngebotsrĂŒckgang kommen. Unrentabel arbeitende Unternehmen können die Steigerungen nicht mehr auffangen und mĂŒssen die Preise erhöhen oder gar die Produktion dieser GĂŒter einstellen. Hierdurch verĂ€ndert sich das VerhĂ€ltnis von Angebot und Nachfrage und die Preise steigen.

 

3. Importierte Inflation

Eine durch EinflĂŒsse des Auslandes erzeugte Inflation wird als importierte Inflation bezeichnet.

Steigt der Preis eines Importgutes (Beispielsweise Erdöl) stark an, so kommt es zu dem Effekt, der bereits in der Kostendruckinflation erwÀhnt wurde.

 


Problematik einer Inflation

Da eine Reaktion auf eine Inflation nicht sofort erfolgen kann, hat die Inflation die Tendenz zur „Selbsterhaltung“ (siehe Schaubild).

Die Verlierer einer Inflation sind EmpfĂ€nger von Löhnen und Renten, da eine Anpassung der Löhne / Renten i.d.R. nicht in dem Maße erfolgt, wie die Höhe der Inflationsrate.

Auch Geldanleger und GlÀubiger von Geld sind benachteiligt. Der Wert des von ihnen eingesetzten Kapitals verringert sich.

 

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