Geldversorgung der Wirtschaft

 

    Funktionen des Geldes

    Tauschmittel: Waren mĂĽssen nicht direkt getauscht werden.

    Recheneinheit: Geld dient der Vergleichbarkeit von Vermögensbeständen

    Wertaufbewahrungsmittel: Geld dient der „Aufbewahrung“ von Werten

     

    Geldarten

    MĂĽnzgeld

    Physisch vorhandenes Geld in MĂĽnzform

    Papiergeld

    Physisch vorhandenes Geld in Papierform

    Buchgeld (oder Giralgeld)

    Fiktives Geld (Es existieren keine Noten oder MĂĽnzen, die den Wert angeben)

     

    Geldschöpfung

    Primäre Geldschöpfung

    Durch Kauf und Verkauf von Goldreserven und Wertpapieren erhöht bzw. verringert die EZB (Europäische Zentralbank) (oder die nationalen Zentralbanken der Mitgliedsstaaten der EU) die sich im Umlauf befindenden Geldmengen. Dies ist wichtig für die Erhaltung der Preisstabilität.

    Sekundäre Geldschöpfung

    Hier wird eine primär geschaffene Geldmenge durch Kreditvergabe vermehrt. Ein Betrag X steht einer Bank zur Verfügung. Die Bank ist verpflichtet, einen sog. Kassenreservesatz zurück zu halten. Dieser setzt sich aus der Mindestreserve und der Liquiditätsreserve zusammen. Somit kann die Bank einen Betrag von X – Kassenreservesatz an eine andere Bank verleihen. Diese kann nun auch einen Betrag an eine andere Bank verleihen.

    Dieser ist dann (X-Kassenreservesatz) – Kassenreservesatz, usw.

    Bei einem Anfangsbetrag von 5000€ und einem Kassenreservesatz von 8% würde sich folgende Rechnung ergeben:

    Bank A kann 5000€ - (5000€ x 8%) = 5000€ - 400€ = 4600€ an Bank B verleihen.

    Bank B kann 4600€ - (4600€ x 8%) = 4600€ - 368€ = 4232€ an Bank C verleihen…

     

    Der Geldschöpfungsmultiplikator (Faktor für die Berechnung der maximal schöpfbaren Geldmenge) berechnet sich aus (Kassenreservesatz) -1

    Somit wäre die im Beispiel angegebene maximale Geldmenge:

    5000€ x 0,08-1 = 5000€ x 12,5 = 62.500€

 

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    Copyright © 2010 AndrĂ© Michel    Stand: 02/2010