Angebot und Nachfrage

 

Angebot / Nachfrage

Nachfrage

Haushalte haben das Ziel, mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln, einen möglichst großen Nutzen zu erzielen.

Abhängig vom Nutzen der Güter, die sie erwerben, sind sie bereit einen bestimmten Preis zu bezahlen. Steigt jedoch der Preis für das Gut, so wird auch die Nachfrage sinken.

 

Die Haushalte werden nun auf andere Güter umsteigen, die den gleichen oder einen ähnlichen Nutzen haben, aber wo der Preis geringer ist. Hier spricht man von Substitutionsgütern.

(Beispiel: Steigen die Preise für eine Brotsorte, so wird mehr von einer günstigeren Brotsorte gekauft)

 

Abhängig von folgenden Faktoren ist die Abhängigkeit der Nachfrage zum Preis unterschiedlich:
-Durchschnittliches Einkommen
-Anzahl der Nachfrager
-Nutzungseinschätzung der Nachfrager für ein bestimmtes Gut
-Preis vergleichbarer Güter

Das Verhältnis von Änderung der Nachfrage zur Änderung des Preises heißt Preiselastizität der Nachfrage:

 

 

In der Regel ist die berechnete Elastizität negativ, da eine positive Änderung des Preises eine negative Änderung der Nachfrage nach sich zieht – und umgekehrt.

Bei einer Elastizität < -1 spricht man von elastischer Nachfrage und bei > -1 von unelastischer Nachfrage.

Leicht verzichtbare oder austauschbare Güter sind eher elastisch.

Kommt es bei der Elastizität zu einem positiven Wert, so handelt es sich hier um Luxusgüter, mit denen man einen sozialen Status ausdrücken möchte (je teurer, desto besser).

 

Die Kreuzpreiselastizität gibt das Verhältnis der prozentualen Änderung der Nachfrage (Gut A) zur prozentualen Veränderung des Preises (Gut B) an.

 

Substitutionsgüter: Die Kreuzpreiselastizität ist positiv
Komplementärgüter: Die Kreuzpreiselastizität ist negativ

 

Substitutionsgüter: Güter mit ähnlichem Erfüllungsgrat (Butter / Margarine)
Komplementärgüter: Sich ergänzende Güter (Auto / Reifen)

 

Steigende oder sinkende Nachfrage wird durch eine Verschiebung der Nachfragegeraden nach rechts oder links dargestellt

 

Angebot

Die Anbieter sind bestrebt, einen höchstmöglichen Gewinn zu erzielen. Somit steigt das Angebot, je höher der zu erzielende Gewinn ist.

Die Angebotselastizität gibt folgendes Verhältnis an.

 

Abhängigkeit der Angebotselastizität:

-Höhe der Produktionskosten (Günstige Rohstoffe ermöglichen mehr Unternehmen die Produktion des Gutes)
-Stand der Technik (Erhöhtes technisches Niveau verringert die Kosten)
-Zahl der Anbieter (Konkurrenz)
-Kapazitätsgrenzen
-Preis anderer Güter (Veranlasst Unternehmen, auf lukrativere Geschäfte umzustellen)

 

Durch die Vergrößerung des Angebots bewirkt eine Verschiebung der Angebotsgeraden nach rechts und die Verringerung eine Verschiebung nach links.

 

Übereinstimmung von Angebot und Nachfrage

Bei einer Übereinstimmung von Angebot und Nachfrage entsteht ein Marktgleichgewicht. Der entsprechende Preis heißt Marktpreis (oder Gleichgewichtspreis) und die Menge Gleichgewichtsmenge.

Liegt der Preis eines Gutes über dem Marktpreis, so handelt es sich um einen Angebotsüberhang. Es können nicht alle Waren vollständig abgesetzt werden.
Nun müssen die Preise reduziert werden, was nun eine Steigerung der Nachfrage verursacht. Wegen der Steigerung der Nachfrage kann es nun auch passieren, dass das Angebot wiederum reduziert wird, da einige Anbieter die reduzierten Preise nicht mehr anbieten können.

Bei einem Nachfrageüberhang werden die Anbieter animiert, die Preise zu erhöhen, da die Nachfrager bereit sind, diese für das Gut zu bezahlen. Nun wird auch das Angebot zunehmen und die Nachfrage geht zurück.

Diese Annäherungen an den Marktpreis und an die Gleichgewichtsmenge nennt man „Preismechanismus“. Diese Selbstregulierung ist Grundlage zum Funktionieren der Marktwirtschaft.

 

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